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Wählerverzeichnisse Aschersleben
9.789 Archiveinträge, abgeglichen mit einer Forschungsdatenbank
Wählerverzeichnisse sind für die Sozialgeschichte eine dichte Quelle: Sie nennen Namen, Adressen und Jahrgänge einer ganzen Stadt zu einem Stichtag. Ihr Wert entsteht aber erst, wenn die Einträge mit bereits erschlossenen Personen verknüpft sind – und genau dort wird es aufwendig.
Aufgabe
Die Einträge aus sechs Ordnern des Bestands I-14-149 mit den Personen in FactGrid abgleichen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Ordner zu drei verschiedenen Wahltagen gehören: den Wahlen vom 5. März und 12. November 1933 sowie der Wahl vom 20. Mai 1928. Dieselben Menschen erscheinen deshalb mehrfach, Adressen verändern zwischen den Jahren ihre Bedeutung, und zweistellige Jahreszahlen brauchen je nach Wahljahr einen anderen Stichtag beim Lesen.
Umsetzung
Zu jedem Eintrag berechnet das Werkzeug FactGrid-Kandidaten mit einem Score von 0
bis 100, aufgeschlüsselt in die vier Teilwerte, aus denen er entsteht – die
Bewertung bleibt damit nachvollziehbar statt bloß behauptet. Drei Wege stehen
offen: einen Vorschlag übernehmen, festhalten, dass es die Person in FactGrid
nicht gibt (sie wird später als CREATE angelegt), oder denselben Eintrag mit
abgesenkter Schwelle erneut suchen lassen.
Ein zweiter Abgleich läuft gegen das Register selbst und findet dieselbe Person in verschiedenen Ordnern. Adressen werden je Ordner geführt, weil dieselbe Anschrift über die Jahre verschiedene Häuser meinen kann. Am Ende steht ein QuickStatements-Export, der genau das enthält, was gerade ausgewählt ist.
Ergebnis
Eine Arbeitsumgebung, die ohne Anmeldung und ohne besondere Rechte offensteht: Entscheiden und Herunterladen kann jede und jeder. Der Fortschritt bleibt sichtbar, jede Entscheidung ist im Verlauf dokumentiert und jederzeit revidierbar.
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