Profil

Grid Creators ist das Einzelunternehmen von Tinghui Duan. Zwischen geisteswissenschaftlicher Forschung und Softwareentwicklung zu übersetzen, ist der Kern der Arbeit.

Digital-Humanities-Projekte scheitern selten an der Technik allein. Sie scheitern daran, dass die Beteiligten verschiedene Sprachen sprechen: Die Forschung weiß, welche Fragen die Quellen beantworten sollen, die Entwicklung weiß, was ein Datenmodell trägt – und dazwischen geht verloren, was beide gemeint haben.

Genau an dieser Stelle arbeite ich. Aus Jahren in der Praxis der Digital Humanities kenne ich beide Seiten gut genug, um zu übersetzen: die Anforderungen eines Förderantrags ebenso wie die Grenzen eines Datenmodells, das später Zehntausende Datensätze tragen soll.

Wikibase und Linked Open Data

Ein Schwerpunkt liegt auf Wikibase, der Software hinter Wikidata. Wer eine Wikibase-Instanz betreibt, steht früher oder später vor denselben Fragen: Wie modelliert man Unsicherheit? Wie kommen Daten in großer Zahl hinein – und wieder heraus? Wie hält man sie mit Normdaten verknüpft, ohne bei jeder Änderung von vorn zu beginnen?

Aus dieser Praxis sind die Werkzeuge entstanden, die imPortfolio stehen: von der Konvertierung nach GND über den Abgleich ganzer Archivbestände bis zur Visualisierung, die eine SPARQL-Abfrage in ein lesbares Diagramm verwandelt.

Im Netzwerk der Fachcommunity

Als Mitglied des Advisory Board von FactGrid bin ich an den Entscheidungen über die Datenbank beteiligt, die vielen geschichtswissenschaftlichen Projekten im deutschsprachigen Raum als Infrastruktur dient. Daneben arbeite ich eng mit Projekten ausNFDI4Memory zusammen, dem Konsortium der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur für die historisch arbeitenden Geisteswissenschaften.

Diese Nähe zur Fachcommunity ist kein Beiwerk, sondern Arbeitsvoraussetzung. Wer Werkzeuge für die Geisteswissenschaften baut, muss wissen, welche Standards gelten, welche Repositorien in Frage kommen und was Förderer in fünf Jahren erwarten werden.

Wie ich arbeite

Offene Formate, offener Quellcode, keine Bindung an meine Person: Was ich baue, soll auch dann weiterlaufen, wenn Sie sich später für jemand anderen entscheiden. Die Projekte im Portfolio sind deshalb ausnahmslos öffentlich einsehbar – Sie können sich den Code ansehen, bevor Sie mit mir sprechen.

Projektlaufzeiten enden, Forschungsergebnisse sollen bleiben. Diese Spannung bestimmt jede technische Entscheidung: möglichst wenige bewegliche Teile, möglichst viel, das ohne laufenden Betrieb funktioniert, und ein klarer Weg in ein Repositorium für das, was bleiben muss.

Sprechen wir über Ihr Vorhaben

Ob konkreter Auftrag oder erste Sondierung, ob mitten im Projekt oder noch in der Antragsphase – schreiben Sie mir.

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