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Forschungsdatenmanagement · Web-Entwicklung

Katalog der NS-Opferlager in Österreich

Ein PDF wird zum durchsuchbaren, strukturierten Datensatz

Das Bundesdenkmalamt dokumentiert die Lager, Zwangsarbeitsstätten und weiteren Orte der Verfolgung in Österreich in einem Katalog von erheblichem Umfang. Er liegt als PDF vor – lesbar für Menschen, aber nicht auswertbar für die Forschung. Wer nach einer Gemeinde suchen, Orte kartieren oder Bestände vergleichen möchte, beginnt beim Abtippen.

Aufgabe

Den Katalog in eine Form bringen, in der er sich durchsuchen, kartieren und mit anderen Datenbeständen verbinden lässt – ohne dabei die Genauigkeit der Vorlage aufzugeben.

Umsetzung

Apache Tika überführt das PDF zunächst in XHTML. Ein Parser zerlegt den Fließtext anschließend in klar getrennte Felder: Bundesland, politische Gemeinde, Lagerbezeichnung, Geschichte und Insassen, Lokalisierung mit Adresse und Katastralgemeinde, Grundstücksnummern, Koordinaten in WGS84 sowie Literatur- und Quellenangaben. Ergebnis sind eine CSV- und eine JSON-Fassung.

Darauf setzt eine Webanwendung auf: eine OpenStreetMap-Karte mit nach Bundesland eingefärbten und bei geringer Zoomstufe gruppierten Markern, eine sortierbare Tabelle, eine Volltextsuche über alle inhaltlichen Felder und ein Detailbereich für den vollständigen Eintrag.

Ergebnis

2.069 erschlossene Einträge aus neun Bundesländern, 1.262 davon mit Koordinaten und 1.922 mit Bezug zur Katastralgemeinde. Der Weg vom PDF zum Datensatz ist als Skript dokumentiert und lässt sich mit jeder neuen Auflage des Katalogs wiederholen.

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