Web-Entwicklung · UI/UX-Design
Stemma der Aristotelischen Mechanik
Überlieferungsgeschichte als interaktives Diagramm
Ein Stemma zeigt, welche Handschrift auf welche Vorlage zurückgeht. Traditionell entsteht es als gezeichnete Grafik – schön, aber statisch und von den zugrundeliegenden Daten abgeschnitten. Liegt die Überlieferung dagegen als strukturierte Aussagen in FactGrid vor, kann das Diagramm aus den Daten selbst entstehen und mit ihnen wachsen.
Aufgabe
Die Überlieferung der pseudo-aristotelischen Mechanik so darstellen, dass zwei Dimensionen zugleich lesbar bleiben: die zeitliche Einordnung jedes Textzeugen und seine Stellung im Abstammungsverhältnis.
Umsetzung
Die Darstellung koppelt beide Achsen unterschiedlich. Die Senkrechte gehört der Zeit: Jeder Textzeuge sitzt auf der Höhe seines Entstehungsjahres, undatierte rekonstruierte Textversionen (ω, α, β …) hängen oberhalb des datierten Bereichs. Nur waagerecht ordnen sich die Knoten kräftebasiert an, damit sich möglichst wenige Kanten kreuzen. Unterschieden werden Abstammung und Kollation als zwei Kantenarten.
Bedient wird das Diagramm mit Maus und Tastatur gleichermaßen: Klick hebt einen Textzeugen samt Nachkommenschaft hervor, Ziehen fixiert einen Knoten, Tabulator und Pfeiltasten führen ohne Zeigegerät durch den Graphen.
Ergebnis
Eine einzige HTML-Datei, in der Daten, Schriften und Skript vollständig enthalten sind – kein Netzzugriff, kein CDN, keine Abhängigkeiten. Sie lässt sich archivieren, per E-Mail versenden oder einem Aufsatz beilegen und wird weiterhin funktionieren, wenn die Dienste von heute längst abgeschaltet sind. Ein Build-Skript erzeugt sie auf Wunsch neu aus der aktuellen FactGrid-Abfrage.
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