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Forschungsdatenmanagement · Web-Entwicklung

FactGrid2GND

Forschungsdaten werden zu Normdaten der Deutschen Nationalbibliothek

In FactGrid entstehen Personendaten in großer Zahl – aber sie bleiben zunächst im eigenen Wikibase-Kosmos. Damit Forschungsergebnisse dauerhaft zitierbar und in Bibliothekskatalogen auffindbar werden, müssen sie den Weg in die Gemeinsame Normdatei (GND) der Deutschen Nationalbibliothek finden. Dieser Weg war bisher Handarbeit.

Aufgabe

Personendatensätze aus FactGrid so aufbereiten, dass die Deutsche Nationalbibliothek sie maschinell einspielen kann. Das verlangt eine exakte Abbildung des Wikibase-Datenmodells auf das MARC-21-Format nach den Lieferbedingungen der DNB – einschließlich der Prüfung, ob zu einer Person bereits ein GND-Satz existiert.

Umsetzung

Kern ist eine Konvertierungslogik in Python, die FactGrid-Aussagen über SPARQL abruft und in MARC-21-Felder übersetzt. Ein Abgleich gegen eine lokale Kopie der GND-Personendaten verhindert Dubletten; wo die lokale Datenbank nicht greift, fragt das Werkzeug lobid.org ab und legt die Antworten in einem Cache ab. Für Umgebungen ohne Netzzugang lässt sich FactGrid selbst als lokale SQLite-Datenbank aus einem Dump aufbauen, sodass die Konvertierung vollständig offline läuft.

Bedient wird das Ganze über eine Angular-Oberfläche, in der sich die Datenquelle umschalten, die Konvertierung anstoßen und das Ergebnis prüfen lässt, bevor die .mrcx-Datei die Einrichtung verlässt.

Ergebnis

Aus einer Forschungsdatenbank wird ein Lieferant für die nationale Normdateninfrastruktur. Was zuvor Datensatz für Datensatz von Hand übertragen wurde, ist heute ein reproduzierbarer Arbeitsschritt – und die Verbindung zwischen Projektdaten und Bibliothekskatalog bleibt dauerhaft bestehen.

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